Das Basler Gesundheitswesen ist in Bewegung

Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind gross: Kostendruck, demografische Entwicklung und Digitalisierung, um nur einige zu nennen. Das Gesundheitsdepartement steuert das Basler Gesundheitswesen in diesem dynamischen und komplexen Umfeld.

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt ist dem Ziel verpflichtet, ein hochwertiges und langfristig finanzierbares Behandlungs- und Pflegeangebot für die gesamte Bevölkerung sicherzustellen – von der Grundversorgung bis zur hochspezialisierten Medizin. Dies erfordert eine vorausschauende Planungs- und Aufsichtstätigkeit sowie innovative Konzept- und Projektarbeiten im Dialog mit den verschiedenen Anspruchsgruppen im vielseitigen Basler Gesundheitswesen.

Gemeinsame Gesundheitsregion

Seit die Bevölkerung beider Basel den Staatsvertrag betreffend Planung, Regulation und Aufsicht in der Gesundheitsversorgung am 10. Februar 2019 angenommen hat, haben sich die beiden Gesundheitsdirektoren Lukas Engelberger (BS) und Thomas Weber (BL) sowie die Spezialisten des Gesundheitsdepartementes Basel-Stadt und der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich medizinische Überversorgung messen und steuern lässt und wie die mit Annahme des Staatsvertrages beschlossenen künftig gleichlautenden Spitallisten vor diesem Hintergrund gestaltet werden müssen.

Die künftige Spitalplanung aktiver steuern

Dabei wurden neue Wege begangen: Die bisher angewandten Verfahren in der Spitalplanung aus Versorgungssicht wurden um eine Bedarfsprognose aus Nachfragesicht ergänzt. Auf diese Weise konnten erstmals spezifisch für einige medizinische Leistungsbereiche Tendenzen zu Überversorgung identifiziert werden.

Für die neuen gleichlautenden Spitallisten ab 2021 soll neu der quantitative Rahmen des medizinischen Versorgungsbedarfes festgelegt wird. Zur Umsetzung setzen die beiden Gesundheitsdirektoren auf die bewährte Zusammenarbeit und den verstärkten Dialog mit den Spitälern, welche auf vertraglichen Grundlagen basiert (Zielvereinbarungen).

Auf Grundlage der Bedarfsprognose ist mit Datum des 4. Septembers 2019 das Bewerbungsverfahren für die gleichlautenden Spitallisten gestartet. Die Bewerbungsfrist dauert bis zum 31. Oktober 2019. Der Link zu den Bewerbungsunterlagen für die Spitäler ist untenstehend zu finden.

Im Jahr 2020 soll der Evaluationsprozess zur Vergabe der Leistungsaufträge abgeschlossen werden, und die provisorischen gleichlautenden Spitallisten gehen in beiden Kantonen in Vernehmlassung. Das Inkraftsetzen der Spitallisten ist per 1. Januar 2021 vorgesehen.

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Ambulant vor stationär

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesundheitsdepartementes ist die Stärkung der patientenfreundlichen und günstigen ambulanten Medizin. Per Juli 2018 hat das Gesundheitsdepartement beispielsweise eine Liste mit medizinischen Eingriffen eingeführt, die künftig grundsätzlich ambulant durchzuführen sind. Aus der Psychiatrie ist das Projekt Home Treatment zu nennen, mit dem die aufsuchende Psychiatrie ausgebaut werden soll.

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